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| Seite geändert am: 03.01.2002 | ||||

| Susanne K., ev.
* 04.12.1979 |
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Irgendwann 1998 war es, da tauchte Satan anders als sonst in meinem Bewusstsein auf: er war nicht allein. Ich war irritiert und fragte ihn, was hier heute los wäre und er erklärte, dass er mir jemand vorstellen wollte. Es handle sich um den Geist der Großmutter meiner Großmutter, die die letzte vor mir gewesen sei in der Reihe derer, die ihm gehörten. Er zog sich zurück und seine Begleitung schob sich in den Vordergrund um mich zu begrüßen. "Jetzt gehts aber langsam los mit mir" dachte ich und antwortete, dass ich damit nichts anfangen könnte und auch irgendwie an anderen Leuten - seien es auch Geister meiner Vorfahren - nicht wirklich interessiert bin.
In gewisser Weise war ich aber doch neugierig und so fragte ich einige Zeit später meine Oma so beiläufig nach ihrer Oma mütterlicherseits. Meine Oma erzählte:
Erst mal erinnerte sich meine Oma, dass sie ihre Oma nicht mehr gekannt hatte, weil die schon gestorben war, als meine Oma geboren wurde. Ihre Oma hieß Moser, geborene Baumann. An den Vornamen konnte sich meine Oma nicht mehr erinnern. Aber im 3. Reich musste meine Oma ihre arische Herkunft nachweisen und in diesem Stammbaum ist auch die Baumann verzeichnet. Die Baumann lebte im Schwäbischen, das Kaff hieß irgendwie so Oberamt-Geißlingen, heute heißt es aber anders. Dort arbeitete sie auf einem Bauernhof als Magd. Sie hatte 5 Kinder.
Ihre älteste Tochter war die Mutter meiner Oma und hieß Emilie Kraft, geb. Moser.
Deren älteste (uneheliche) Tochter starb schon als Baby, ihre 2.-älteste Tochter war meine Oma, Luise Nussel, geb. Lang (aus erster Ehe) (die einzige in der Reihe, die nicht eine Erstgeburt war).
Die kriegte nur 1 Tochter, das war meine Mutter, Renate.
Meiner Mutter älteste Tochter bin ich.
Meine Tochter, Susanne, wuchs in einer Pfarrersfamilie auf.
Nachdem meine Oma klargestellt hatte, wer wessen Tochter ist, fing sie an, dass die Baumann mal eine Schlange verschluckte.
Also die Emilie, die Mutter meiner Oma erzählte meiner Oma als Kind immer wieder, dass die Baumann mal auf dem Feld bei der Ernte ein Nickerchen machte und sie mit offenem Mund irgendwo rumschnarchte und da kam eine Schlange und kroch ihr in den Mund (???). Jedenfalls wachte die Baumann auf und es war ihr schlecht. Weil ihr so schlecht war, inhalierte sie irgendso ein Dampfbad (Oma's-Oma-Hausmittel), daraufhin musste sie speien und kotzte eine Schlange, die lebte noch! Da lief das ganze Dorf zusammen und man erwischte die Schlange. Wahrscheinlich schlugen sie sie tot, allemal stellten sie die Schlange in Spiritus in einem Museum aus (!!!). Unter dem Spiritusglas stand ein Schild über die Schlange, also dass eine Frau diese Schlange verschluckte und lebend wieder ausspie... Das war allenfalls in dem Dorf eine Sensation.
Die Emilie erzählte auch meiner Oma, dass da mal eine Kutsche ins Dorf kam und als die Pferde die Baumann sahen, fingen sie zu scheuen an und gingen durch mitsamt der Kutsche.
Sowohl ihre Mutter, als auch die Maria Baumann, ihre Großmutter, beschäftigten sich mit Kartenlegen und Hellsehen, meinte meine Oma noch. Ob sie was mit dem Teufel am Hut hatte, konnte meine Oma nicht sagen.
Also man schien sich da komische Sachen über die Baumann zu erzählen. Ich finde es doch auch höchst seltsam, dass meine Oma auf Anhieb solche Geschichten von ihren Vorfahren erzählte. Warum ich nachfragte, habe ich meiner Oma natürlich nicht erzählt. Irgendwann bei Gelegenheit werde ich mal nach "Oberamt Geißlingen im Schwäbischen" fahren...
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