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| Seite geändert am: 21.03.2008 | ||||

Das folgende Statement meine ich keineswegs politisch und ich bitte, es nur im religiösen und religionswissenschaftlichen Kontext zu verstehen.
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Vor wenigen Jahren eröffnete mir Satan, dass er der Vater der Arier sei und seine wahre Identität die Gottheit Ahriman sei.
Ich hatte diesen Namen zwar schon einmal irgendwo gelesen, konnte ihn aber nicht zuordnen und hielt ihn zuerst für irgendeine in der Antike verschollene Kleingottheit. Bald fand ich einen Bezug zu Persien und stieß auf Zarathustra und dessen streng dualistisches Weltverständnis. Ich versuchte, die Gathas zu lesen, kapitulierte aber nach wenigen Strophen, weil der Mist einfach zu ermüdend ist (das hältste ja nicht aus, iss ja furchtbar!). So wühlte ich mich durchs Netz und fand aber größtenteils nur anthroposophische Abhandlungen zum Thema "Ahriman". Das war es auch nicht, was ich suchte. Wie immer fand ich, dass die ganze Sache von religions- und völkerwissenschaftlicher Seite am ehesten nachzuvollziehen ist: |
Ungefähr 4000 Jahre vor unserer Zeitrechnung fielen die Indogermanen, wilde Reiterhorden aus dem Süden Russlands in die persischen Landstriche ein (heutiger Iran). Sie verbreiteten sich im gesamten mesopotamischen Raum bis hin nach Indien, andererseits auch bis nach Europa. Die Indogermanen hatten eine stark patriarchalische Gesellschaftsordnung und vertraten den Ur-Vedismus, der dann in Indien seine Fortführung finden sollte. Die Religionsausübung war dem Adel vorbehalten.
Einer der von den Indogermanen verehrten Götter war Ahriman, seine Anhänger nannten sich Arier.
| Tut mir Leid, Antifaschos und Nazijäger: Aber es IST eben einfach so, ich kann doch auch nichts dafür! |
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Ahrimans Farbe ist tiefes, leuchtendes Blau. Es ist das Blau des wolkenlosen, mittäglichen Sommerhimmels, lt. Ahriman: "...der Seite, auf der die Sonne nicht steht." Was Ahriman mit der Sonne zu tun hat und ob eine Antipathie zwischen beiden besteht, habe ich noch nicht herausgefunden.
Oft visualisiert er sich vor meinem inneren Auge mit deutlich hervorstechenden, blauen Attributen: Mal sind es seine Augen, die in diesem grellen, farbintensiven Blau leuchten, mal steht er in einem Raum mit Lapislazuli-Wänden und -Böden (obwohl dieses Blau längst nicht dem Ahrimans entspricht) und was mich besonders beeindruckt hat, ist sein starker, schwerer Mantel, der aus einem samtähnlichen Stoff eben in diesem Blau gefertigt ist, wobei reichlich Goldstickereien vom unteren Saum nach oben gearbeitet sind. Auch trägt er (gelegentlich) goldene Stiefel mit aufwändigen, kunstvollen Verzierungen. Ich habe ihn auch schon als schlanke Figur mit halblangen, schwarzen, dünnen Haaren aber sehr heller Haut gesehen. Sein Gesicht leuchtete und es umgab seine Gestalt ein Strahlenglanz an hellem Licht.
Im Rahmen der indogermanischen Völkerwanderungen bis nach Indien sehe ich einen ganz engen Zusammenhang zwischen Ahrimans Blau und der blauen Hautfarbe der indischen Gottheiten und Heiligen. Ich stehe mehr auf Kupfertöne, goldgelb oder orangerot. Ich habe mir den Karneol als Stein ausgesucht und meine Farbe ist demnach komplimentär zu Ahrimans Blau. |
800 Jahre nach der ersten indogermanischen Völkerwanderung geschieht noch eine zweite und die Wanderer dringen bis nach England vor. Von ihnen stammen die Kelten.
Nicht nur die Juden verfuhren mit fremden Gottheiten auf teuflische Weise: Das Verteufeln anderer Völker Gottheiten scheint in der Vorzeit und Antike alltäglicher Usus gewesen zu sein. Nicht nur Ahriman aka Angru Mainyu wurde von den Persern bzw. Zarathustra zu einem Teufel, Druj und Daeva gemacht, denn auch die indische Gottheit Indra ereilte dieses Schicksal. Im Vendidad taucht neben Angru Mainyu (Ahriman) auch Indra auf als ein böser Geist, den es auszutreiben gilt (Vendidad 10,9).
Aus dem persischen Volksglauben, offensichtlich bereits zu Zarathustras Zeiten, stammt folgende Geschichte, eine der ersten, die das Gute und Böse trennten. Leider ist mir nur eine Nacherzählung aus einem Roman (Paulo Coelho: Der Dämon und Fräulein Prym, ISBN 3-257-06282-6) bekannt, die Originalgeschichte suche ich noch:
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Zurwan, der Gott der Zeit [ein ganz klarer Archetyp!] erkennt, nachdem er das Universum erschaffen hat, dass etwas sehr Wichtiges fehlt - jemand, mit dem er all diese Schönheit zusammen genießen kann.
Tausend Jahre lang betet er um einen Sohn. Die Geschichte sagt nichts darüber, wen er darum bittet, obwohl er der einzige und damit höchste Herrscher ist. Dennoch betet er und wird am Ende schwanger [die Zeit wird schwanger!]. Als er sieht, dass er bekommt, was er erbeten hat, bereut er seinen Wunsch, weil ihm bewusst wird, wie unsicher das Gleichgewicht der Dinge ist. Doch nun ist es zu spät - der Sohn ist bereits unterwegs. Der Gott erreicht mit seinem Weinen nur, dass sich der Sohn in seinem Leib in zwei Söhne aufteilt. Die Legende berichtet, dass so Zwillingsbrüder entstanden: Ormuz, das Gute, aus seinem Gebet, und Arima, das Böse, aus seiner Reue. Es gilt also mit aller Macht dafür zu sorgen, dass Ormuz als erster geboren wurde, damit er seinen Bruder zügeln und davon abhalten kann, dem Universum zu schaden [die Geschichte erinnert an dieser Stelle stark an die biblische Geschichte von Jakob und Esau]. Doch das Böse ist gewitzt und geschickt. Es gelingt ihm, Ormuz bei der Geburt zur Seite zu schubsen und so als erster das Licht der Sterne zu erblicken. Verzweifelt beschließt der Gott der Zeit, Verbündete für Ormuz zu schaffen: Er lässt die Menschen entstehen [aus der Zeit, wohlgemerkt!], die mit diesem zusammen kämpfen, um Arima zu besiegen und zu verhindern, dass er die Weltherrschaft an sich reißt. |
| Auf meine Nachfrage nach seiner Herkunft antwortete Satan-Ahriman, er sei von Menschen gemacht. Nachdem mich diese Antwort etwas enttäuschte, meinte er, es wäre nicht weiters schlimm, denn auch ich sei ja von Menschen gemacht (nämlich von meinen Eltern). |
Ursprünglich wurde Ormazd bzw. Ahura Mazda als der allesübergreifende Gott verstanden (vielleicht dieser "Gott der Zeit" aus der Geschichte?). Ormazd erschuf das Universum, die Erde und die Menschen. Der alles seiende Gott Ormazd wurde alsbald von den Menschen dualisiert in eine gute und eine böse Seite. Die guten Charakterzüge Ormazds nannte man Spenta Maynu, die bösen Angru Maynu, was sprachlich aus dem Namen "Ahriman" stammt (das gute und das böse Gesicht Gottes).
Es sollten allerdings bei den Persern bald größte Probleme auftauchen, dass ihr Gott auch ein böses Gesicht hätte, wurde er doch als Vaterfigur und Behüter der Menschheit geliebt. Ein solches Wesen durfte keine destruktiven oder bösen Charakterzüge haben, daher verschmolz in der Vorstellung der Menschen der allesübergreifende Ein-Gott mit seinem guten Charakter Spenta Maynu zu einem Wesen, dem Ormazd oder auch Ahura Mazda. Ahriman dagegen "stürzte aus dem Himmel": Er wurde von den Menschen immer mehr ins gehasste Abseits weg vom großen Gott gedrängt, mit dem er nichts zu tun haben sollte.
Schließlich wurde Ahriman als der Gegenspieler und Feind des guten Gottes Ormazd/Ahura Mazda verstanden.
Es stand damit bereits das Weltverständnis vom Gott und Teufel, das später von den Juden und insbesondere von den Christen übernommen werden sollte.
Bald kam eine Dreieinigkeit auf, denn zu Ahura Mazda und Ahriman gesellte sich nun Mithra, der Mittler zwischen beiden.
Mithra galt nun als der Erlöser (wovon denn?), seine Geburt wurde durch Propheten angekündigt. Mithra wurde während der Flucht von einer Jungfrau in einer Höhle auf die Welt gebracht, über der zu diesem Zeitpunkt ein Stern stand. Sein Geburtstag wurde bei seinen Gläubigen am 25. Dezember gefeiert. Ahriman, der Freund, der Wächter über Verträge, Leihgaben und Geschenke und alle sozialen Kontakte galt zuerst als Mithras Gehilfe.
Neben Ahura Mazda kristallisiert sich Mithra allerdings bald als gute Gottheit heraus, sie verschmelzen teilweise miteinander und Ahriman ist wiederum allein auf dem Teufelsposten.
Zarathustra, der sich über den vedischen Pantheon endgültig hinwegsetzte und einen Dualismus vom einzigen guten Gott Ahura Mazda und dessen bösen Gegenspieler Ahriman predigte, lebte vermutlich 628 bis 551 vor unserer Zeitrechnung. Er beschreibt seine göttliche Einflüsterung durch Ahura Mazda wie folgt:
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Das erste der guten Länder, das ich, Ahura Mazda, erschuf, war das Airyana Vaego (Paradies), am Vanguhi Daitya (ein Fluss).
Da kam Angra Mainyu herauf, der der Tod ist, und er erschuf dagegen durch seine Zauberkraft die Schlange im Fluss und den Winter, ein Werk der Daevas (böse Geister). Da gab es 10 Wintermonate, 2 Sommermonate; und diese waren kalt für die Wasser, kalt für die Erde, kalt für die Bäume. Der Winter fiel ein, mit den schlimmsten seiner Plagen. Das zweite der guten Länder, das ich, Ahura Mazda, erschuf, waren die Ebenen in Sughda.
Das dritte der guten Länder, das ich, Ahura Mazda, erschuf, war das starke, heilige Mouru.
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Und so erzählt Ahura Mazda durch Zarathustra 16 gute Länder auf, die er erschaffen hat, wobei alsbald Angra Mainyu (Ahriman) heraufkam und durch Gegenschöpfung irgendeine Plage ins Leben rief, die die paradiesischen Zustände zerstörten.
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Ich schauderte ein wenig, dass Ahriman der Tod und das Böse per se darstellen sollte, aber er verwies nur auf seine Identität als Satan und dass wir (er und ich) die Überwindung von Vorurteilen doch schon einmal erfolgreich hinter uns gebracht hätten. Im Westen nichts Neues...
So wenig ich der Bibel geglaubt habe, so wenig will ich nun auch den Gathas trauen und so wie ich die jüdische Lehre hinterfragt habe, hinterfrage ich genauso die Zarathustra'sche oder sonst irgendeine und lasse Diffamierung und Polemik einfach auf der Seite! Wir hatten bereits beim "bösen" Satan: Es ist Unsinn, die Götter in rein gute und rein böse Vertreter aufteilen zu wollen. Es gibt definitiv keine Charaktere, die rein gut oder rein böse sind, denn das rein Böse müsste sich in seiner Destruktivität alsbald selbst zerstören, während das rein Gute aus lauter Gutmütigkeit schon lange dem nächstbesten (bösen) Gegner unterlegen gewesen sein müsste und sich nicht behaupten kann. Die beiden Seiten des Dualismus sind nicht in Gut und Böse gegeben, es besteht aber tatsächlich eine Feindschaft zwischen Ahriman mit den Seinen und dem anderen Part, Ahura Mazda, Mitra oder... Jhwh: |
Die semitischen Nomadenstämme verehrten allerlei mesopotamische Gottheiten, angefangen von der Aschera (Ischtar) bis hin zu den Baalijm. Neben dem Gottverständnis Baal (das Wort heißt schlichtweg "Gottheit") gab es auch noch den El (dieses Wort heißt ebenso nur "Gottheit"), wobei Baal auch nur eine fortgeschrittene Form von Ba-El darstellt. Beiden Worten für "Gott" musste man noch ein Attribut anhängen (z.B. Baal Zebub) um zu präzisieren, welcher Baal oder El gemeint ist. Es gab unzählige Baalijm und Eloah (Plural von El) bzw. Elohijm (Plural von Eloah). Es gab unter den Elohijm einen Höchsten: der El Elohijm, der Gott der Götter. Man nannte ihn auch El Schadday, den allmächtigen Gott. Dieser war als der Göttervater gedacht.
Mit solch wüstem Götterpantheon kamen die Hebräer nun in die babylonische Gefangenschaft, genau zur Zeit Zarathustras, wo sie mit der persischen Mythologie und dem babylonischen Dämonenglauben in Berührung kamen. Jhwh ist schließlich der namenlose, pur geistige Judengott, der sich aus dem El und dem Mithra heraus bildete - und Ahriman ist weiterhin der Gegenspieler Gottes, hebräisch "ha Satan".
Es liegt eine Ur-Feindschaft vor zwischen Ahriman mit seiner irdischen Manifestation, den Ariern, und dem Ahura Mazda-Mithra-Jhwh mit dessen Volk, den Juden.
| Es IST so, seit Jahrtausenden schon; es hilft nichts - ich könnt's höchstens (zugunsten politischer Korrektheit) leugnen! |
So flossen die göttlichen Gegner Ahrimans in die Thora als Jhwh ein, während Ahriman selbst als Satan in die jüdische Mythologie Einzug fand. Natürlich wurden dem Satan im Judentum auch Attribute des Seth oder des Kingu und weiterer zwielichter Wesen anderer Mythologien zugeordnet, auf die ich aber an dieser Stelle nicht näher eingehen will, denn das sind nicht meine Satanijm.
Der Mithra, der die Charakterzüge der Judengottheit Jhwh so stark prägte, kam unterdessen auf dem Seeweg ins römische Reich. Die Legionäre huldigten ihm, er galt als eine Gottheit höchster Kraft und Stärke, als die Sonne am Götterhimmel (liegt womöglich hier der Grund Ahrimans Abwendung von der Sonne?) und man brachte ihm Stieropfer dar, denn der Stier ist die tierische Inkarnation Ahrimans. Typische Darstellung Mithras ist daher auch die siegreiche Gottheit, wie sie gerade einen Stier tötet. Der Mithra-Kult war ein rein patriarchischer, maskuliner Kult, zu dem Frauen nicht zugelassen waren.
Als der Mithra-stämmige Judengott Jhwh - ebenfalls höchst patriarchisch - nach Rom kommt, findet er dort im Mithra-Kult seine fortgeführte Urform und wird noch einmal stark durch den römischen Mithra geprägt. Es entbrennt ein harter Kampf zwischen beiden Kulten, und der Jhwh-Kult kann sich nur mit großer Mühe durchsetzen.
Der Kampf der Götter setzte sich nun auf äußerst hinterhältigem Weg fort: durch das Christentum. Dieses ist ein Fluch des Gottes Jhwh gegen seinen Feind, Ahriman alias dessen Arier. (Ich hoffe, es ist jedem Leser klar, dass ein Arier nichts mit "blond und blauäugig" oder gar mit "deutsch" zu tun hat: Die Arier ließen sich in ganz Europa nieder, so dass sie die Ahnen fast aller Europäer darstellen und hierzu zählen Polen wie Engländer und Franzosen, Schweizer, Italiener und alles mögliche dazu.) Das Christentum ist die "falsche Religion" aus der Offenbarung des Johannes, die betrunkene Hure, mit der die Könige dieser Welt gehurt haben und diese sollte auf dem Pardertier reiten, es regieren, den Jhwh-Gegner Satan und seinem Volk ihren Willen aufzwingen und ihn führen wie der Reiter sein Pferd. Die betrunkene Hure alias die Christenreligion reitet das 7-köpfige Tier mit den 10 Hörnern alias Satan-Ahriman und macht sich dessen Kraft und Macht untertan.
Das Christentum ist ein völlig pervertierter Verschnitt des Judentums, vor der jeder anständige Jude einen Ekel haben dürfte. Es ist ein paulinischer Cocktail aus allen möglichen Mythologien, mit heimischen Legenden und Aberglauben durchtränkt, vermischt mit heidnischen Gebräuchen und Ritualen; davon kann man sich nur noch besaufen, betören und berauschen. Das Christentum hat keinerlei bodenständigen, religiös-fundierten Grund, es ist Schlamm und Morast, wohin man tritt.
Es mögen vielleicht einzelne Christen durch Jesus zu Jhwh gefunden haben und (in ihrem Inneren) zu Juden konvertiert sein, aber der Großteil aller Christentumanhänger hat sich verloren in ihren eigenen (perversen) Fantasien und Wunschträumen. Und als solcher Sumpf allen Geistes ist es von Gott Jhwh auch gedacht: Es ist ein Schlag gegen Ahriman.
Kaum in Europa etabliert, schon beginnt das Christentum mit der Realisation seines Fluches: nach mithraischem Vorbild bleibt die christliche Lehre dem Adel und Klerus vorbehalten, das einfache Volk bekommt irgendeinen schwachsinnigen Kauderwelsch erzählt. Es wird damit nicht nur hoffnungslos ausgebeutet und gegängelt, sondern auch seiner spirituellen Entwicklungsmöglichkeiten beraubt. Vor den Feldern voller Leichen, die das Christentum hinterlässt, steht die Leere der Seelen: der christliche Durchschnittsbürger oder -bauer hat keinerlei spirituellen Inhalt; er zahlt den Ablass, befindet sich in ununterbrochenen Paranoja vor Sünde, Hölle und Teufel, gerät durch finanzielle Ausbeute in Not und Armut und am Ende wird ihm noch die letzten Freude der Armen vorenthalten, nämlich die sexuelle Lust an seiner Frau. Wie ein Virus auf der Festplatte, so liegt das Christentum in seinem Geist: Eingesperrt in seiner eigenen Weltanschauung ist es ihm besser, er wäre nie geboren - der Tod wird zur Erlösung von diesem trostlosen Leben. Der Weltuntergang wird zur Hoffnung.
Neben diesem psychischen Abgrund, der von lebenslustigen Leuten überhaupt nicht erkennbar ist, da man in ihm leben muss, um seine gesamte Tragik und unendliche Depression überhaupt zu begreifen, steht die körperlich sichtbare Ernte des Jhwh'schen Fluchs: die Inquisition. Die besoffene Hure reitet das Tier fast völlig zuschanden: Ketzer, Kirchengegner, Denker und eine Unzahl von Frauen werden gemordet. Das überlebende Volk wird seiner Köpfe beraubt, siecht im Unheil und Krankheit dahin, denn die Kräuterkundigen sind tot - siecht in Dummheit dahin, denn die Klugen sind tot - siecht in totaler spiritueller Verblödung dahin, denn die Leute, die die Wahrheit hätten finden können, sind tot. Keiner wagt es mehr, seine Nase aus diesem Sumpf zu heben, denn was daraus hervorragt, wird brutal und qualvoll abgeschnitten.
(Nach einigen Diskussionen komme ich zu dem Schluss, dass der folgende Absatz bez. des Verfassungsschutzes für mich eine Gefahr darstellen könnte und distanziere mich deswegen davon. Damit die Leser sehen, wovon ich mich distanziere, habe ich den Text durchgestrichen:)
Dann endlich kommt der geschlagene Ahriman langsam wieder auf die Beine und schlägt schließlich in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts höchst brutal aber konsequent zurück, wenn er auch trotz allem die Anzahl der Opfer der Inquisition und die fürchterliche Grausamkeit derselben bei Weitem nicht erreichen kann. Die europäischen Kraftquellen Jhwhs werden weitgehendst zerstört. Die Verluste an Juden sowie Ariern sind dabei hoch, ...
--- eine politisch korrekte Gedenkzeile an dieser Stelle für die Verluste und Opfer unter den Juden! ---
...der ahrimanische Geist dagegen wird gestärkt und holt zum ersten Mal seit langer Zeit der Erstickung wieder einen Zug frische Luft.
(Trotz aller Liebe für Ahriman bin ich überhaupt nicht damit einverstanden, was er da gemacht hat! Ich hoffe, er hat aus dieser Geschichte gelernt...)
Was daraus weiter geschieht, weiß ich nicht, ich weiß nur, dass Ahriman dieses erst als "einen Anfang" sieht. Ich denke, dass in diesem oder nächsten Jahrhundert noch enorme Umwandlungen geschehen. Ich möchte in diesem Zusammenhang jedoch deutlich anmerken, dass ich hier niemand zu irgendetwas aufrufe!
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Ich möchte meinen Standpunkt klarstellen: Auch wenn ich Teile des LHP befürworte und teilweise wirklich schon exzessiv auslebe, erkläre ich mich andererseits ganz klar als ein dienender Geist (Engel) Ahrimans. Das heißt: ich bin ihm bis ins Letzte ergeben. Ich werde nicht Trotz allem Emanzengeschrei, das ich in menschlichen Sphären gelegentlich äußere, gliedere ich mich in göttlichen/spirituellen Sphären ganz und auch gern dem patriarchalischen Gefüge Ahrimans unter. Satan-Ahriman ist der Gott, dem ich diene. Das heißt nicht, dass ich an ihm irgendwelche Rituale und Gebräuche ausübe, die man aus christlichem Usus kennt. Es hat ebenfalls nichts damit zu tun, dass er mir erschiene und mir irgendwelche (Mord-)Befehle erteilte, die ich Amok laufend auszuführen bereit wäre. Es ist ein rein spiritueller Dienst. Ich fand es nur langsam an der Zeit, zu diesem Dienst, zu meiner Religion und zu meinem Gott zu stehen. Bisher war ich einfach still gewesen, wenn die anderen Satanisten "non serv(i)am" riefen und habe darauf geachtet, diesen Ruf selbst nur in Bezug auf nicht-ahrimanische Anweisungen zu äußern. |
Ein seltsames Gedicht des Italieners Giacomo Leopardi (1798-1837) über Ahriman findet ihr hier: Ad Arimane
Der Begriff ari- bedeutet im Altindogermanischen ursprünglich "Fremder", woraus sich Anwendungen wie "Gast" und in der späteren Sprachstufe auch "Feind" (vgl. np. ariy "Feind") verstehen lassen. Von ari- sind ved. arya- "Fremdlingsbeschützer" > "Herr", ar(i)ya (ariya-) "Hausherr, Herr" und arya-, die Bezeichnung der Arier, nicht zu trennen.
akk. a-ri-e-mu entspricht dem ai. Sarayu- "Luft, Wind, auch Name eines Flusses in Indien"
Der Begriff "Arier" stellt daher keine Rassenbezeichnung dar, vielmehr bezeichnet er eine Kultur, die besondere Merkmale trägt. Dazu gehören neben der Sprache auch Weltanschauung, Tradition, Mythen etc., nicht aber eine einheitliche Religion.
Eben das hat mir um das Jahr 2003 rum auch Ahriman erklärt.
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